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Tragschrauber

Hier haben wir einiges Wissenswerte rund um das Thema Tragschrauber für Sie zusammengestellt. Wir beantworten Ihre Fragen aber auch gerne persönlich. Rufen Sie uns einfach an unter 0151/555 77 99 1 oder schreiben Sie uns eine e-Mail.

Was ist eigentlich ein Tragschrauber?

Ein Tragschrauber, auch Autogiro oder Gyrocopter genannt, gehört zur besonderen Spezies der Drehflügler und sieht aus wie ein kleiner, offener Hubschrauber. Ist aber keiner. Im Gegensatz zum Helicopter wird der Rotor beim Tragschrauber nämlich nicht aktiv angetrieben, sondern wird allein durch den Fahrtwind in Drehung versetzt, die sog. Autorotation.  

In Deutschland gehört der Tragschrauber zur Klasse der Ultraleichtflugzeuge aufgrund seiner maximal zulässigen Abflugmasse von 450 kg.

Und wer hat ihn erfunden?

Erfinder des Tragschraubers war der Spanier Juan de la Cierva, der schon mit 16 Jahren anfing, Flugzeuge zu berechnen und zu konstruieren. Der Ingenieur bezahlte seinen Pioniergeist allerdings einmal beinahe mit dem Leben: Er stürzte mit einem selbst konstruierten Bomber ab, weil dieser in einen überzogenen Flugzustand geraten war. Nach diesem tragischen Ereignis setzte er alles daran, ein neuartiges, sicheres Fluggerät zu entwickeln, bei dem genau das nicht passieren konnte. 1920 begann er mit „rotierenden Flügeln“ zu experimentieren und ließ sein innovatives Fluggerät noch im selben Jahr als „Autogiro“ patentieren. Schon drei Jahre später, genauer am 9. Januar 1923, hatte dann der Autogiro C4 seinen erfolgreichen Jungfernflug im spanischen Getafe nahe Madrid. Genau dort werden heute übrigens Teile des größten Passagierflugzeugs der Welt entwickelt, gefertigt und getestet...

Wie fliegt ein Tragschrauber?

Der Tragschrauber ist eine Mischung zwischen Hubschrauber und Ultraleichtflugzeug. Anders als beim Helicopter wird der Rotor beim Gyrocopter aber nicht aktiv angetrieben. Der Motor dreht nur den Propeller (nicht aber den Rotor!) und dient ausschließlich dem Vortrieb. Das für den Auftrieb verantwortliche Rotorensystem dreht sich nur durch die anströmende Luft. Dieses Prinzip nennt man Autorotationsprinzip.

Tragschrauber zeichnen sich besonders durch ihre hervorragenden Flugeigenschaften aus: Sie sind unglaublich wendig, können extrem langsam fliegen und im Gegenwind sogar stehen bleiben, sind relativ unempfindlich gegenüber Turbulenzen und Windböen, und brauchen nur eine minimale Start- und praktisch keine Landestrecke.

Das macht den Tragschrauber besonders interessant für Foto- und Filmflüge, aber auch für Beobachtungs- und Überwachungsflüge oder sogar die Liveübertragung eines Events aus der Vogelperspektive.

Wie schnell ist so ein Tragschrauber?

Der Tragschrauber nutzt ein enormes Geschwindigkeitsspektrum. Um ohne Höhenverlust fliegen zu können, benötigt er nur eine Geschwindigkeit von ca. 30 km/h. Dadurch eignet er sich hervorragend für Foto-, Film- und Beobachtungsflüge. Bläst der Wind in dieser Stärke, ist sogar ein Stehenbleiben in der Luft möglich, ohne an Höhe zu verlieren. Auf Streckenflügen liegt die optimale Reisegeschwindigkeit bei 140 km/h. Wer’s aber ganz eilig hat, der kann auch mal Flugspaß mit bis zu 180 Sachen erleben.

Wie steht’s mit der Sicherheit?

Unsere Flugschule FlyWinx steht für Sicherheit und Spaß am Fliegen. Das gilt natürlich auch ganz besonders für unser Fluggerät. Das Autorotationsprinzip macht den Tragschrauber zu einem der sichersten Fluggeräte der Welt. Da der Rotor nur allein durch den Luftstrom angetrieben wird, ist er mechanisch nur gering belastet und benötigt daher kein kompliziertes und wartungsanfälliges Getriebe.

Tragschrauber haben keine Mindestgeschwindigkeit und so ist im Gegensatz zu Flugzeugen kein gefährliches Überziehen, d.h. Abreißen der Luftströmung, oder Trudeln möglich. Ebenso ist ein Motorausfall kein Grund zur Beunruhigung in einem Tragschrauber. Er schwebt dann einfach im Gleitsinkflug wie ein Ahornsamen sanft zu Boden.

Der Tragschrauber reagiert auch kaum auf Turbulenzen. Der Grund dafür ist, dass sich die Blattspitzen des Rotorsystems mit fast 700 km/h durch die Luft bewegen. Da bringt auch ein Windstoß oder Thermik den Tragschrauber nicht wirklich aus der Ruhe. So kann er auch bei schwierigen Wetterbedingungen stabil und sicher gesteuert werden.

Beim Wetter gehen wir aber immer auf Nummer Sicher. Wir fliegen nach Sicht und dürfen generell nur bei einer Mindestsichtweite von 1,5 km und einer Mindestwolkenuntergrenze von 500 ft (150 m) starten. Bei drohenden Gewittern mit Blitzschlag, Starkregen, Hagel und Böenwalzen oder Vereisungsbedingungen bleiben wir lieber am Boden.

Was ist so faszinierend am Tragschrauber fliegen?

Die Faszination des Fliegens lässt sich nicht in Worte fassen. Das gilt ganz besonders für den Tragschrauber. Wir können Ihnen hier viel erzählen, aber wirklich verstehen werden Sie unsere Begeisterung erst, wenn Sie dieses unbeschreibliche Gefühl einmal selbst erlebt haben.

Unsere faszinierten Mitflieger berichten alle von der grenzenlosen Freiheit und dem völlig neuen, unbeschwerten Fluggefühl, der unvergleichlichen Wendigkeit und dem phantastischen Panoramablick nach allen Seiten.

Stellen Sie sich doch einmal vor, Sie sitzen gerade im offenen Cockpit unseres Tragschraubers und spüren den Wind im Gesicht. Über Ihnen nur noch der Himmel und die Sonne, unter Ihnen wunderbare Naturlandschaften mit sattgrünen Sommerwiesen oder bunten Herbstwäldern, beeindruckenden Bergmassiven und glitzernden Flüssen und Seen. Vielleicht fliegen Sie auch gerade über eine der berühmten Sehenswürdigkeiten der Region oder Sie lassen ganz einfach die mannigfaltigen Eindrücke zwischen Himmel und Erde auf sich wirken. In solchen Momenten vergessen Sie den Stress Ihres Alltags ganz schnell und entdecken die neue Leichtigkeit des Seins...

Haben wir Sie neugierig gemacht? Dann rufen Sie uns an unter 0151/555 77 99 1 oder schreiben Sie uns eine e-Mail über einen individuellen Rund- oder Fotoflug.

Wie muss ich mir das Flugerlebnis vorstellen?

Tragschrauber fliegen fühlt sich an wie Motorradfahren in der Luft. Nur viel besser! Dreidimensional - also praktisch plastisch. Sozusagen Fahr- (Entschuldigung) Flugspaß hoch drei.

Was für eine Ausrüstung brauche ich?

Sie brauchen gar nicht viel. Nur wetterangepasste, bequeme Kleidung und festes Schuhwerk mit flachen Gummisohlen, am besten Turn- oder Wanderschuhe. Wenn’s mal kälter ist, sind Handschuhe sicher auch nicht verkehrt.

Da wir mit etwa 120km/h durch die Lüfte reiten werden, sollte Ihre Jacke relativ winddicht sein, jedoch nicht zu flattrig. Sehr gut geeignet sind Softshell Jacken.

Von uns bekommen Sie auf jeden Fall einen Helm mit Intercom (Mikro und Kopfhörer), damit Sie sich während des Fluges mit Ihrem Piloten unterhalten und Fragen stellen können. Wer will, kann sich aus hygienischen Gründen eine Sturmhaube zum Drunterziehen mitbringen.

Notfalls haben wir natürlich für Sie auch eine Jacke oder einen Overall parat, damit’s Ihnen nicht zu kalt wird im offenen Cockpit...

Wer darf Tragschrauber fliegen?

Seit Mai 2004 sind in Deutschland Tragschrauber als Ultraleichtflugzeuge zugelassen und dürfen nach bestandener Zusatzprüfung auch mit Ultraleichtflug-Lizenz geflogen werden.

Für den Erwerb der Sportpiloten-Lizenz „Tragschrauber“ können Sie die Ausbildung ausschließlich auf Tragschraubern absolvieren, ohne eine Flächenflugzeugausbildung zu machen.

Ab einem Mindestalter von 16 Jahren können Sie bereits mit der Pilotenausbildung beginnen, die Lizenz kann Ihnen ab einem Alter von 17 Jahren erteilt werden. Sie brauchen nur noch ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 und ein polizeiliches Führungszeugnis, dann kann’s schon losgehen.

Wie lange dauert die Ausbildung

Für Flugschüler ohne fliegerische Vorkenntnisse (in der Fliegersprache „Fußgänger“) umfasst die praktische Ausbildung mindestens 30 Flugstunden, davon mindestens 5 Stunden Alleinflugzeit. Dazu kommen noch 60 Stunden Theorieausbildung. Umschüler, die bereits im Besitz einer anderen Fluglizenz sind, durchlaufen eine stark verkürzte Theorie- und Praxisausbildung. Die individuelle Dauer Ihrer Ausbildung richtet sich natürlich nach Ihrem persönlichen Ehrgeiz und fliegerischen Geschick. Erfahrungsgemäß sollten Sie eine Flugsaison dafür einplanen.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Ausbildungsseite.

Auf welchen Tragschrauber Typen bildet die Flugschule
FlyWinx aus?

In unserer Flugschule FlyWinx fliegen Sie auf modernen Tragschraubern vom Typ MT-03 oder MTOsport des deutschen Herstellers AutoGyro. Das sind doppelsitzige Luftsportgeräte mit halb geschlossener Kabine und Tandem Sitz-Anordnung.

Seit August 2010 steht auch ein Tragschrauber mit geschlossener Kabine für Schulung, Umschulung und Rundflüge zur Verfügung. Der Calidus von AutoGyro ist derzeit einer der modernsten zugelassenen deutschen Ultraleicht Tragschrauber.